Fair geht wirklich anders!

Ein Bericht über die Computer unserer Zeit

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Quelle: Gary Chan

Aus heutigen Haushalten sind sie kaum noch wegzudenken – auch unabhängig vom Arbeitscomputer hat heute fast jeder Haushalt mindestens einen Computer, einen Laptop oder ein Tablet. Wir benutzen sie zum Schreiben und Empfangen von E-Mails, zur elektronischen Textverarbeitung, zum Online-Banking, Speichern von Daten, wie den Fotos des letzten Familienurlaubs, aber auch zum Fernsehen und vielem mehr.Es mag also wohl kaum einer mehr darauf verzichten. Dabei ist vielen von uns oft gar nicht bewusst, welche ökologischen und sozialen Auswirkungen diese Technik leider mit sich bringt: Unter ausbeuterischen, umweltschädlichen und gesundheitsgefährdenden Verhältnissen werden Computer hergestellt, die große Mengen an Energie verbrauchen, einer Menge wertvoller Rohstoffe bedürfen und denen letztendlich in der Regel nur ein sehr kurzer Lebenszyklus bevorsteht.

Denn neben den stetig steigenden Anforderungen an die Leistungsstärke der Computer und dementsprechend einem regelmäßig wechselnden Angebot der Anbieter, welches zum Neukauf anregt, sind viele Computer und IT-Geräte einfach nicht für einen langen Gebrauch vorgesehen. Entweder wird die Technik überholt, oder das Gerät fällt der Obsoleszenz zum Opfer, indem zum Beispiel ein nicht austauschbares Teil nicht mehr funktioniert.
In beiden Fällen muss das alte, in vielen Fällen noch funktionierende Gerät entsorgt werden. Und auch nach der Entsorgung sind die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Geräts noch verheerend. Um elektronische Geräte recyceln zu können, müssen sie kosten- und arbeitsintensiv in ihre Einzelteile zerlegt und nach den verschiedenen Materialien getrennt werden.

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Quelle:dokumol

Selbst wenn man das Gerät ordnungsgemäß bei einem Schrotthändler abgibt, so exportiert dieser es meist nach Afrika oder Indien. Dort werden Einzelteile wie Platinen, Batterien und Kabel entsorgt – auch dies leider wieder unter umwelt- und gesundheitsgefährdenden Bedingungen.

Der Film „Behind the Screen – Das Leben meines Computers“ von Stefan Baumgartner behandelt anschaulich die Fragen: „Woher kommt mein Computer und wo geht er hin?“
Er beginnt in Ghana, wo meist Kinder im Schlamm nach Gold für die Platinen schürfen, bis sich der traurige Kreislauf mit dem ausrangierten Computer, der zur Entsorgung zurück nach Ghana geschickt wird, wieder schließt…
Diesen informativen Film könnt ihr zum Beispiel hier für wenig Geld ausleihen.

Doch es gibt auch etwas Positives, denn es setzt sich immer mehr ein Bewusstsein über diese katastrophalen Verhältnisse durch und der Ruf nach fairen Computern wird immer lauter. Wir möchten euch am Montag, in dem zweiten Artikel dieser Reihe, zwei Projekte aus dem Bereich Computer und Computerhardware vorstellen, die zeigen, dass wir zwar noch lange nicht am Ziel, aber auf einem guten und ambitionierten Weg zu einer ökologischen und ethischen Produktion, Nutzung und Entsorgung von Computern sind.

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